Jetzt mal piano.
uKanDanZ „lantchi biyé - endè iyèrusalém“
uKanDanZ kommen aus äthiopien und das prägt vor allen den gesang, keine frage; durch die sprache, aber auch durch die mikromodulationen in der melodieführung.
scott walker + sunn o))) „soused“
(auch wenn dieses album schon etwas länger auf dem markt ist hier eine weitere meinung; nicht unbedingt weil es ohne diese gar nicht geht, mehr weil „soused" möglicherweise gerade die ansprechen könnte, die sunn o))) schon nicht mehr beachtenswert finden. möglicherweise aber auch, dann leider, erst recht nicht.)
piiptsjilling „molkedrippen“
die band mit dem für nicht-niederländer unaussprechlichen namen um das brüderpaar mit den x-projekten. plus der verwendung der friesischen sprache. mit an bord, als gründungsmitglied, rutger zuyderveld aka machinefabriek.
zinnschauer „hunger stille“
zinnschauer, das 1 (+2) projekt aus (im kern) akustikgitarre und (deutschsprachigen) gesang ist erstmal -beim ersten hören- sehr anders, ungewohnt.
Heavy rotation- Rundlauf mit Golf
Gute Popmusik ist doch so schwer zu finden. Und den Jungs von Golf ist es vielleicht gar nicht recht, unterstellt man ihnen gute Popmusik. Indiesonstwas klingt immer besser. Scheiß drauf. Golfs erste EP „Ping Pong" ist guter, richtig guter Pop. Mit Bass, Schlagzeug, Gitarre und Elektronik zaubern die vier Essener Wahlkölner poppige Perlen aus dem Hut, die tanzbare Elektronik genauso in sich tragen wie 80er black music und Neue Deutsche Welle. Dabei bedienen die fünf Tracks von Golf gleichermaßen körpereigene studiogestählte wie hörsaalgeschulte Eiweiße.
„Ping Pong" klingt als könnte Golf eine ähnliche Erfolgsgeschichte schreiben wie die gleichnamige Story, die in den 70er in Wolfsburg begann.