Barrenstein nicht mehr undercover

Barrenstein ist wieder einmal der Beweis, dass es außer Bass, Gitarre und Schlagzeug nichts anderes braucht für gute Musik, die krachend abgeht. Man sagt heute ja nicht mehr Rockmusik, doch zu Barrenstein muss einem nichts weiteres einfallen. Es knallt so schön, wenn die Barrensteins messerscharfe Gitarrensoli und peitschende Riffs mit etwas Punk- und Popattitüde mischen. Und obendrauf intelligente deutsche Lyrik packen. Manch einer wird sich an die legendären Angelika Express erinnert fühlen. Zurecht!
Seit heute gibt's das neue Video zu "Foto" und parallel dazu wird die EP "Undercover in Moskau" veröffentlicht. Mehr geraudeaus geht nicht!

www.barrensteinmusik.com

Abi Flynn - Eindeutig ambivalent

abi flynnEigentlich ist die Sache klar: Abi Flynn kommt aus Brighton, singt und arbeitet mit J-Felix zusammen. Das britische Vorzeigelabel für Soul, Funk und Electro, nämlich Tru Thoughts, residiert ebenfalls in Brighton. Also...Und so sagt Abi auch: "Auf der Musikhochschule war mein Traum, einen Vertrag bei Tru Thoughts zu unterschreiben."
Das hat nun geklappt und das Ergebnis ist die EP "Ambiguous". Darauf hat die Frau, die bereits mit der Band von Amy Winehouse performt hat, drei Stücke als Vorgeschmack auf das demnächst erscheinende, komplette Album gepackt. "Ambiguous" lässt viele Einflüsse zu. Hip Hop Beats und P-Funk Moog Bässe, Neo-Soul Vibes und Big Band inspirierte Harmonien, soulige Saxophone und verstopfte Trompeten. Trotz nur dreier Tracks (einschließlich diverser Versions) ist "Ambiguous" deutlich eindeutig zweideutig. Wir freuen uns auf das kommende Album!

www.soundcloud.com/abithesinger

Karibische Städtepartnerschaft

Von Havanna nach Kingston ist es genauso weit wie von Flensburg nach Oberstorf. Wenn sich Musiker aus Flensburg und Oberstorf zusammen tun, wird dies dennoch kaum an das heranreichen, was eine musikalische Kollabo innerhalb der Karibik bieten kann. Dass es zu dieser Zusammenarbeit kam, ist Mista Savona zu verdanken, ein Musik produzierender Globetrotter, der die Creme de la creme der karibischen Musikhauptstädte ins Egrem Sudio nach Havanna bat.
Dabei heraus kam eine unwiderstehlicher Mix aus Latin- und Reggae-Elementen. Die Single "Carnival" featured Randy Valentine sowie Solis und gibt einen Vorgeschmack auf das gesamte "Havanna meets Kingston" Album, das für September angekündigt ist. Erscheinen wird es bei Baco Records in Paris. Ist das etwa ein magisches Dreieck?

Hackfresse oder Charakterkopf

Tja, was isser denn, der gute Louis Berry aus Liverpool? Er kommt als echter Shouter daher und ist endlich mal wieder einer, der dreckige Sounds abliefert. Krachender Rock'n'Roll, den Shakin' Stevens nicht mal unter heftigen Drogeneinfluss hinbekommen hätte. Dazu die Haltung des bösen Jungen. "Zeig mir einen Song in den aktuellen Charts, der etwas über dein oder mein Leben aussagt - es gibt keinen einzigen! Chartmusik ist wie Süßigkeiten - sie bietet dir keine Nahrung für deine Seele. Nach einer Stunde bist du schon wieder hungrig“, meint Louis und seine Debüt-EP heißt deshalb auch "Rebel". Klaro...

Die ist zwar bereits 2015 in England auf den Markt gekommen, doch jetzt erst versucht der Brite bei uns durchzustarten. Markanter Kopf, einprägsame Stimme und volle Pulle Musik. Gute Karten für Erfolg. Geben wir ihm eine echte Chance und schauen mal, ob Berry echt ist oder nur eine sehr gute Werbeidee.

www.louisberryofficial.com

Parcels suchen einen Platz zum Pennen

Es scheint allerdings, als könnten sich Parcels inzwischen bessere Hotels zum Nächtigen leisten. Denn schließlich haben die vier Jungs aus Australien bereits ihr Debütalbum "Hideout" im Januar dieses Jahres beim sehr sehr renommierten Label Kitsuné in Paris veröffentlicht. Und deswegen sind auch die Ikonen von Daft Punk auf Parcels aufmerksam geworden. Daft Punk ist also mit den vier Wahlberlinern ins Studio gegangen, um einen Track gemeinsam zu schreiben un zu produzieren. Und das hört man! "Overnight" ist Daft Punk verfeinerter Funk allererster Güte. Mit "Overnight" starten Parcels in die Festivalsaison und begeben sich im Herbst auf ausgedehnte Clubtour:

www.parcelsmusic.com

Black Seeds versprechen bessere Zeiten für September

Die neuseeländischen Reggae Rocker lassen endlich wieder von sich hören. Black Seeds veröffentlichen nach fünf langen Jahren ihr sechstes Studioalbum. Das wird "Fabric" heißen und Anfang September erscheinen. Eingespielt in den Surgery Studios Wellington bietet "Fabric" 100-prozentigen Black Seeds Sound von basslastigen Massage-Reggae bis hin zu Funk mit 70er Ambiente. Nennt es Wohlfühlsound, Easy Listening oder Popreggae. Es bleibt Black Seeds und ein Grund, sich auf den September zu freuen. Weitere Infos gibt es natürlich rechtzeitig bei unruhr.

www.theblackseeds.com

Tora - Take a rest

tora takearestDu hast eine Einladung zur Party, kommst die Treppe rauf. Die Wohnungstür steht offen. Dann diese Frauen. Dir fallen die Augen aus dem Kopp, jemand drückt dir ein eiskaltes Bier in Hand. Es läuft Tora. Laut. Ein Traum!

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tegh „downfall“

tegh downfall kleinum es gleich zu anfang zu sagen (zumal das label selbst diesen vergleich zieht): tegh erinnert in seiner herangehensweise und besonders in seiner soundästhetik stark an einen kanadischen künstler, der diese form leicht noisigen, hyperoszillierenden multischichtambient über etliche alben zur perfektion gebracht hat, bevor er diesen sound mit seinen letzten veröffentlichungen zunehmend in richtung akustischer instrumente erweitert hat.

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the star pillow „invisible summer“

StarPillow invisibleSummerKleinthe star pillow liefert mit „invisible summer“ das musikalische bild eines hitzeflirrenden (spät?) sommertages mit seinem paradoxon aus steter mikrobewegung und allumfassender (und genau so durch die hitze verursachter) statik.

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Mit Pauken und Trompeten auf Sly5thAve

sly5thaveSylvester Uzoma Onyejiaka der Zweite ist ein bisschen Wunderkind. Der als Sly5thAve bekannte Multiinstrumentalist, Songschreiber, Arrangeur, Produzent ist bereits im Namen der ganz Großen unterwegs gewesen: Für Prince gespielt, für Gladys Knight und Stevie Wonder, aber nebenbei immer sein eigenes Ding durchgezogen. Heute kommt seine EP "Composite" auf den Markt. Dafür hat er sich sechs weltbekannten Popsongs angenommen und diesen orchestrale Gestalt gegeben. Zusammen mit dem 30-köpfigen ClubCassa Chamber Orchestra aus Brooklyn, New York werden aus Rihannas "Pour it up" oder Drakes "Love me" klassisch instrumentierte Kammermusikspielereien, die nicht mit Flöten, Flügelhörnern, Trompeten und Posaunen geizen. Sly5thAve ersetzt synthetische Sounds durch Livemusiker und völlig organische Texturen. Das trifft nicht jedermanns Geschmack, hat aber Charme. Das britische Label Tru Thoughts hat daraus flugs die besagte EP gemacht.

www.sly5thave.com