Besser archivieren, abspeichern und merken - Sudan Archives

sudan archives coverBrittney Denise Parks ist eine 23-jährige Amerikanerin aus Ohio, die sich jedoch als Musikerin nicht von ungefähr Sudan Archives nennt. Sie brachte sich das Fideln auf der Geige autodidaktisch bei und merkte dabei schnell, dass ihr die klassische Geige nicht liegt. Vielmehr interessierte sie wie ihr Instrument im nordöstlichen Afrika gespielt wird.

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Ihr habt die Wahl - The Selecter

Ganz ohne Zweifel haben The Selecter Musikgeschichte geschrieben. Die Band aus Coventry war ganz vorn dabei als am Ende der 1970er das Ska-Revival Großbritannien aufmischte. Damals haben sie Maßstäbe gesetzt.
An denen misst man heute natürlich die verbliebene Rumpftruppe um Sängerin Pauline Black und Gaps Hendrickson. Die Beiden haben inzwischen neue Musiker um sich geschart, um als The Selecter weiter zu machen. Aller Ehren wert, dass sie nun erneut ein Album präsentieren, welches an die großen Zeiten anknüpfen möchte. "Daylight" erscheint heute und bietet 10 ordentliche Tracks, denen aber die Rotzigkeit vergangener Tage abgeht. Wen wundert's, die Zeit geht an niemandem spurlos vorbei. Pauline sagt, ihr Ziel sei gewesen, "original zu klingen mit zeitgemäßen Inhalten".

Ihr könnt ab heute entscheiden, ob das gelungen ist oder ob "Daylight" bei Tageslicht besehen eher ein Album geworden ist für Menschen mit selektivem Gedächtnis, 52-jährigen mit Gehörschaden oder Fans von Traditionsmannschaften.

www.theselecter.net

 

Veezy verschuldet sich bei seinen Fans

Raus aus der Domstadt und ab nach Berlin. Naja...was Veedel Kaztro im letzten Sommer machte, haben ja schon viele im Musikbiz für richtig gehalten. Unter anderem auch Teka, mit dem Veedel jetzt sein neues Projekt "Frank und die Jungs" in Berlin fertig gestellt hat. "Frank und die Jungs" ist eine Soundreise in experimentelle Gefilde geworden, die Dub, wolkige Synthies und eine gehörige Portion Autotune als stilprägende Mittel bündelt und damit auch Veedels Wandelbarkeit zeigt.
Diese Wandelbarkeit spiegelt auch das neue Video "Schulden" wider. Da scheint jemand auf dem Weg zu sein, doch nicht alle Weggefährten wollen folgen. Mit dem neuen Material verliert Veedel Kaztro einige alte Freunde, wird aber sicher neue gewinnen. Und: Wer stehenbliebt, wird irgendwann überholt.

Deutsch-Amerikanische Freundschaft in trumpenen Zeiten

dafGabi Delgado und Robert Görl haben DAF im Herbst 1978 gegründet. Sie lernten sich am Tresen des Ratinger Hofs kennen, diesem Punkschuppen in Düsseldorf, in dem damals viele mehr oder minder wichtige Bands entstanden sind wie z. B. Fehlfarben und Die Toten Hosen. Die Beiden liebten die Energie des Punk, aber die Musik fanden sie eher öde: „Schlichter Gitarrenrock, traditionell, ohne Sehnsucht nach Zukunft und den Drang zur Erfindung“, meint Robert Görl dazu und spricht vielen Antihosen aus der Seele.
Es musste also was Neues her, etwas Anderes als das, was bis zu diesem Zeitpunkt die deutsche Popmusik dominierte. "Wir wollten so klingen wie vor uns niemand sonst", sagt Robert Görl und Gabi Delgado ergänzt: "Weg von den Gitarren, von den Strophen und den Refrains; wir wollten alles weglassen, was es an Ornamenten und Schnörkeln gab".
Morgen werden DAF eine umfangreiche Vinyl-Box mit dem Titel „Das ist DAF“ veröffentlichen. Diese Box beinhaltet neben den ersten vier originalen DAF Vinyl-Alben eine Remix-Vinyl mit dem Titel „Reworks“ und eine 7“ mit brandneuen DAF-Songs. Dazu kommen noch jede Menge Extras.

Jata weiß weiß weiß

Es ist ganz großer Melancholie-Pop, den Jata auf seinem neuen Album bietet. Da geht es viel um einstige Lieben und natürlich um Jatas heimlichen Sehnsuchtsort. Deshalb heißt das Album "Mexico". Das Land, welches der Kosmopolit mit bairischen Wurzeln offensichtlich in seinem Herzen trägt. Dieser Welt-, Herz- und Seelenschmerz liegt unter mächtigen Synthiegewittern, die aber auch mal Platz lassen für ein nostalgisch-verhauchtes Saxophon. Dieses Album lässt den Hörer oft angenehm verstört zurück, fragend, zweifelnd. "Mexico" ist aber phasenweise sehr bemüht, den Hörer verstört, zweifelnd und fragend zurück zu lassen. Es ist Intellektuellen-Pop mit Gefühl.

Übrigens, wer es sich beim Schauen des Videos nicht bereits dachte: "Mexico" wird von Snowhite Records veröffentlicht.

www.facebook.com/jataofficial

Unsere Beziehungsphilosophin Kelela

2015 veröffentlichte Kelela ihre EP "Hallucinogen" und legte damit ein Stück untypischen und beachtenswerten R'n'B vor, der vor allem mit elektronischen Einflüssen zu überraschen wußte. Jetzt steht Kelelas erstes Album in den Startlöchern. Heißt "Take me apart" und wird sich überwiegend mit menschlichen Zweierbeziehungen auseinandersetzen. Vorneweg schickt die Amerikanerin mit äthiopischen Wurzeln die Single "LMK". Das dazugehörige Video betont den Facettenreichtum der 34-jährigen, deshalb taucht Kelela in diversen Outfits auf (Holzauge sei wachsam!). Wie bisher bedient sie aber auch gängige Klischees des R'n'B. Es wird also spannend: Was bietet das kommende Album und wohin geht die Reise mit der schönen Kelela?