GSGF entdeckt den schiefen Turm von Nizza

Das ist eindeutig eine Hymne! "Meine Couch" wird nun endlich geliefert und ist der ideale Ort, um das neue Album von Grossstadtgeflüster abzufeiern.  "Trips & Ticks" ist gerade draußen und warum soll man sich jetzt noch vom bequemsten aller Mödelstücke entfernen. "Meine Couch" liefert ausreichend Gründe, das nicht zu tun. Mit Jogginghosen-Electro-Charme überzeugen GSGF auch Zweifler und Asketen vom Sofa.

So, gezz ersma wieder zurücklehnen...

www.grossstadtgefluester.de

 

Musikalische Demut

Rhi nahm sich vor, ihre bass lines noch präsenter und ihre beats noch raffinierter klingen zu lassen. Das scheinen fast schon großspurige Ideen zu sein, wenn man berücksichtigt, wie Rhi sonst so drauf ist. Hat sie sich bereits mit der letzten Single "Swagger" über Wichtigtuer ausgelassen, geht sie nun noch einen Schritt weiter und sagt: "Viele Künstler machen sich gerne groß in ihrer Musik. Ich habe mich entschieden, stattdessen ein wahres Bild von mir zu zeichnen."
Und deshalb heißt es in Rhis neuestem Track "Plain Jane": "I'm a natural lady". Und natürlich wird das begleitet von raffinierten Beats und präsenten bass lines, die sich zu diesem understatement-Sound der jungen Dame genial zusammenfügen. "Plain Jane" ist ein weiteres Schmankerl im Hinblick auf das kommende Album. "The pale queen" wird am 2. Oktober erscheinen.

www.rhi-music.com

 

Die Soundschrauber von Swutscher

Ihr Zuhause ist die Kaschemme. Ihr Sound ist der aus der Garage. Wir haben Swutscher lieben gelernt seit ihrem Debüt-Album "Wilde deutsche Prärie". Nun bereiten die Hamburger Komasäufer das nächste Ding vor. Im Herbst soll es die neue EP "Senf" geben. Vorausschauend wird deshalb jetzt eine aktuelle Single vorgestellt. "Auf Achse" reflektiert anscheinend noch einmal die Erfahrungen der letzten Tour.
"Auf Achse" ist ein rockiger Swutschersong, der alles hat von Gunter Gabriel bis Marius Müller-Westernhagen. Und wenn die Jungs den Refrain grölen, hört sich das an wie "wir sind erwachsen". Aber nein, das kann nicht sein, ganz und gar nicht...

www.swutscher.limitedrun.com

Nordwestjazz mit Jarman-Pinto

Als kleines Mädchen musste Bryony Jarman-Pinto ihren Eltern von London ins nordenglische Penrith folgen, was einem Kulturschock gleichkommt. Bryony verschrieb sich vielleicht aus Verzweiflung der Musik, was nahe lag, denn ihre Eltern sind beide Musiker.
Wesentlichen Einfluss auf Jarman-Pintos Karriere als Musikerin hatten allerdings nicht die Eltern, sondern Tom Leah, den sie beim Studium in Glasgow kennenlernte. Leah, den man in der Szene als Werkha kennt, überzeugte Bryony von ihren Qualitäten als Sängerin. Als solche tauchte die junge Britin bereits in verschiedenen Werkha-Tracks auf.
Jetzt haben sich die beiden für Jarman-Pintos Debütalbum zusammengetan. "Cage and aviary" erscheint morgen und ist fokussiert auf modernen Jazz. Der Jazz ist das Herzstück des Albums, der aber von elektronischen Sounds begleitet wird. Und so stehen Samplers und Loopers neben jazzigen Vokalimprovisationen und analogen Instrumenten. "Sun kissed" ist ein Track des Albums, der Sound eines entspannten Sommertags mit angenehmer Stimme und Saxophon in trippiger Atmosphäre.

www.bryonyjarmanpinto.com

Coole Schnäuzer

Die Parcels aus Australien beweisen es seit einiger Zeit: Cooler Soul und fetzige Discoklänge haben Hochkunjunktur in Deutschland! Die Welt braucht halt Schnauzbärte und Schlaghosen. Rikas aus Stuttgart waren sicher glücklich über den Steigbügelhalter aus Australien. Aber jetzt sind die vier schwäbischen Jungs allein unterwegs und legen ihre erste Single "Fanny pack party" vor. Der Clip spült längst Vergessenes zurück ins Hirn: Starsky & Hutch, Magnum, Ilja Richters Disco.
Rikas zelebrieren massive Lässigkeit an der Grenze zur Lächerlichkeit. Doch der Sound ist unwiderstehlich. Im Herbst steht das Debüt-Album an, das passenderweise "Showtime" heißen wird und dazu zieht die "Swabian Samba Tour" durch deutsche Clubs.

www.rikasband.de

 

Stil und Ambiente ist unbezahlbar

Doch in dieser Hinsicht ist das neue Album von Tora ein echtes Schnäppchen. Stilvoll und voller Atmosphäre ist "Can't buy the mood" geworden. Das Album zielt in die gleiche Richtung wie der bemerkenswerte Vorgänger "Take a rest", aber deutlich eingedampfter, konzentrierter. "Can't buy the mood" bringt Toras Musik noch besser auf den Punkt.
Die vier Herren aus Byron Bay überzeugen mit elegantem Pop, der mit Soul-Mustern genauso spielt wie mit Electroklängen. Die 13 neuen Stücke bewegen sich zwischen enormer Vielschichtigkeit und erfrischender Einfachheit. Musik mit tiefreichender Oberflächlichkeit.
"Can' t buy the mood" erscheint morgen bei eightydays Records und ist entgegen dem Albumtitel absolut käuflich und eine gute Geldanlage.

www.toramusic.com.au