Was macht man, wenn das einsame Rumhängen hinter den Plattentellern und Mischpulten irgendwann einmal nervt? Macht man's dann wie Avicii?
troum „acouasme“
das cover ist definitiv viel zu unschuldig...
ROBB - Goldmind und Funkleib
Die Musik von ROBB gibt überhaupt keinen Anlass, an Herbst zu denken. Dennoch kommen wir nicht umhin, denn im Herbst dieses Jahres werden ROBB ihr erstes Album veröffentlichen. Die fünfköpfige Combo aus Wien um Frontmann Robert Summerfield wird euch mit dem Album eine doppelte Portion Funk und Soul servieren. Der basiert einerseits auf 70er und 80er Sounds, ist aber abgerundet und modernisiert mit aktuellen Elektrosounds. Das zeigt, dass die Band weiß, wo sie herkommt, aber auch, wo sie hin will. Der in Münster geborene Summerfield meint daher völlig zu Recht, dass "neben dem Ruhrgebiet groß zu werden, definitiv nicht die Möglichkeit ausschließt, später etwas zu machen, was vielleicht auch ein bisschen an N.E.R.D. oder Mark Ronson erinnert."
Die Wiener Melange mit westfälischem Topping geht meist schön ins Gebein wie die vorab veröffentlichte Single "Goldmind".
"Goldmind" findet sich auf der EP, die ROBB dieser Tage ins Rennen schickt. Die "Heat" EP enthält vier Songs, die einen Vorgeschmack auf das kommende Album geben. Wir von unruhr meinen nicht nur, dass Summerfield und ROBB damit etwas absolut Hörenswertes gelungen ist, sondern schließen uns definitiv der Haltung an, dass Münster einfach nur sinnlos neben dem Ruhrgebiet liegt.
jukwaa „harbinger of imminent ruin“
eigentlich ein trio, schlagzeug, bass und piano, hier, auf „harbinger of imminent ruin“ mit saxofon und gitarre zum quintett erweitert hin zu einem 8-track ausbruch voller explosivität und instrumentaler attacke, immer auf der grenze von koalition und konfrontation, zusammenspiel und (gewollten, natürlich,) bruch.
aidan baker „dualism“
faszinierende neue aidan baker 2(3)cd mit solo material, auf eine art episch / monumental wie möglicherweise noch keine seiner solos bisher.
schon das dark / evil und gleichzeitig minimalistisch ausdrucksvolle cover hebt „dualism“ aus dem steten strom von aidan baker (und aidan baker related) releases heraus, steigert die erwartung auf einen ebenso konsistent auf den punkt kommenden musikalischen inhalt und noch bevor der erste ton der weitstreichenden und gleichzeitig (im positivst möglichen sinne) statisch / monolithischen kompositionen gehört werden kann, wird das wirklich überzeugende visuelle konzept durch die mit beidseitigem prägedruck versehene karte aus dicker rauer pappe ergänzt: die eine seite eine adaption des covermotivs, die andere seite ein gedicht von aidan baker, „passing through“ (erschienen in seinem gleichnamigen gedichtband auf wounded wolf press)...
Hacke in der Stadt durch Grossstadtgeflüster
GSGF ist nicht Gute Zeiten Schlechte Zeiten für Legastheniker. Hinter dem Kürzel verbirgt sich die Berliner Band Großstadtgeflüster. Die drei aus der Hauptstadt veröffentlichten kürzlich ihre EP "Episode 1". Darauf war auch die im Netz viel beachtete Single "Fickt-euch-Allee" (Viral-Hit heißt das!), die allen, die GSGF bisher noch nicht kannten, gleich mal gezeigt hat, wo's langgeht.
Ebenfalls auf "Episode 1" findet sich die neue Single. "Blaues Wunder" ist ein Riesending, welches an das Berlin der 80er und die Neue Deutsche Welle erinnert. Frontfrau Jennifer säuselt mit lieblicher Stimme über gepflegtes Breitsein. Damit ist "Blaues Wunder" die perfekte Begleitung für das 10. Herrengedeck...
Übrigens: GSGF ist dieses Jahr beim Juicy Beats in Dortmund.