Zwischen Nickerchen und Landarbeit sind die fünf Tracks von Lavender Worm entstanden. So will es die Legende. Irgendwo in Finnland beschäftigt sich Juhani Marjanen nämlich mit dem Anbau von Beeren und elektronischer Musik. Juhani ist eigentlich Mitglied von Yöt. Auf dem Label Raha & Tunteet veröffentlicht er nun aber als Lavender Worm seine erste Solo-EP. Die heißt "Synchronized swimming" und hört sich phasenweise an wie kaputte Spielkonsolen, betrunkene Almdudler, verstopfte Panflöten und beleidigte Kartenlesegeräte, bietet aber auch gewitzte Synthies und Samples. Großarftig ist beispielsweise das Stück "Hot barbeque", welches wildes Geplucker mit Bossa Nova Samples verknüpft.
Die EP hört sich zunächst überdreht an, nach der Reifezeit in Ohr und Hirn überzeugt der Sound auf "Synchronized swimming" allerdings durch seine ernsthafte Konzeption und die ausgeprägte Catchiness. Ich ziehe meinen Hut vor diesem finnischen Beerenbauern.
dirk serries „the origin reversal“
nicht in der reihe der „stream of consciousness", sondern unter seinem eigenen namen; ein neues ambient album von dirk serries auf dem projekt-label.
aidan baker „triptychs: variations on a melody“
aidan baker. ...hallo? ...noch jemand interessiert?
treefingers „op.ii“
das vibrieren des alls? ein sonnensturm? klingen so elektronen? kann es harmonisches rauschen geben? der wind der sterne?
phonautics „geölter blitz“
bandnamen sind definitiv nicht einfach nur bandnamen: von „ein notwendiges übel" bis absolut „treffend" reicht die bandbreite; plus die davon irgendwie unabhängigen, ergänzenden parameter „peinlich" bis „cool"... mit allem dazwischen, natürlich.
pord „wild“
frankreich hat eine sehr aktive noise-rock szene; definitiv. pord kommen aus lozère im tiefen süden frankreichs; als trio, klassische besetzung. und vermeiden glücklicherweise so ziemlich alles, was im studio passieren kann, wenn eine raue live-band aufnimmt... ...und genau das dann später bereut.